Demenz ist der Oberbegriff für verschiedene Krankheitsformen, die unterschiedlich verlaufen, jedoch langfristig alle zum Verlust der geistigen und gedächtnisbezogenen Leistungsfähigkeit führen und die Alltagskompetenz einschränken. Neben dem Nachlassen geistiger Fähigkeiten, kann es auch zu einer Veränderung von Sozialverhalten, Persönlichkeit, Antrieb oder Stimmung kommen.

Bei der Diagnose einer Demenz richtet sich der Arzt nach den Vorgaben einer international gültigen Klassifikation von Krankheiten und Gesundheitsproblem, der sogenannten "ICD-10" (International Classification of Diseases and Related Health Problems). Diese wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben und definiert Demenz wie folgt:

1. Störungen des Gedächtnisses 

  • Gestörte Aufnahme und Wiedergabe neuer Informationen 
  • In späteren Stadien auch Verlust früherer Gedächtnisinhalte

2. Störungen des Denkvermögens

  • Beeinträchtigung der Fähigkeit des vernünftigen Urteilens
  • Verminderter Ideenfluss
  • Beeinträchtigung des Ideenflusses

3. Störungen der emotionalen Kontrolle

  • Gestörtes Sozialverhalten
  • Verminderte Motivation

Eine Demenzdiagnose kann nur dann gestellt werden, wenn die unter 1. und 2. genannten Einschränkungen zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Alltagsaktivitäten (z.B. Einkaufen, Lesen, Selbstständigkeit) führen und länger als 6 Monate vorhanden sind.