In Bayern leben derzeit ca. 400 000 pflegebedürftige Menschen. Davon werden ca. 280 000 Menschen Zuhause von ihren nahestehenden Pflegepersonen alleine oder mit der Unterstützung von ambulanten Diensten versorgt (Stand Ende 2017, Destatis; Statistisches Bundesamt 2018).

Neben den vielen daraus resultierenden Fragestellungen in Bezug auf die Sozialpolitik, wie z.B. Kranken-, Pflege und Rentenversicherung, bedeuten diese Veränderungen, dass der steigenden Anzahl an pflegebedürftigen Menschen sowie ihrer Zu- und Angehörigen unter anderem durch vielfältige Unterstützungs-  und Beratungsangebote begegnet werden muss.

Besondere Beachtung gilt Menschen mit einer dementiellen Erkrankung. In Bayern sind aktuell 240.000 Menschen von Demenz betroffen, davon werden rund drei Viertel zu Hause betreut und versorgt. Bis zum Jahr 2030 wird ihre Zahl auf über 300.000 ansteigen.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit hat deshalb bereits im Jahr 2013 die Bayerische Demenzstrategie ins Leben gerufen. Die Bayerische Demenzstrategie ist von fünf Leitzielen getragen, die alle zusammen darauf abzielen, einen Bewusstseinswandel anzustoßen hin zu einer demenzfreundlichen Gesellschaft – inklusive einer bestmöglichen medizinischen Versorgung, Betreuung und Pflege. Demenz ist mehr als eine nur gesundheitlich-pflegerische Herausforderung. Es gibt kaum einen gesellschaftlichen Bereich, der nicht davon berührt wird. Deshalb sind alle Bayerischen Staatsministerien in die Umsetzung der Bayerischen Demenzstrategie eingebunden.

Die weitreichende Zielsetzung wird in zehn Handlungsfeldern durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Projekten und Maßnahmen umgesetzt. Eine konkrete Maßnahme ist u.a. die  Implementierung der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern, sowie der Aufbau von sieben regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege in allen Regierungsbezirken mit den Themenbereichen:

  • Ansätze für Menschen mit Demenz sowie deren Zu- und Angehörige
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag und
  • Beratung in der Pflege.