Angebote zur Unterstützung im Alltag und Sorgenetzwerke

Viele Träger der Angebote zur Unterstützung im Alltag sind verunsichert, wie sie sich in Zeiten der Corona-Pandemie verhalten sollen. Deshalb möchten wir Ihnen gerne weitere Informationen zur Verfügung stellen:

 

Weitere Informationen:

  • Wenn im Zeitraum vom 01.03.2020 bis vorerst 30.04.2020 keine Angebote zur Unterstützung im Alltag stattfinden, wird die Mindestanzahl der Treffen sowie Helferstunden anhand der durchschnittlichen Anzahl in den übrigen Monaten des Förderjahres hochgerechnet, so dass durch den möglichen Ausfall der Angebote dem Träger keine Nachteile bei der Förderung entstehen. Aus förderrechtlichen Gründen ist es jedoch leider nicht möglich, Zuschüsse für nicht erfolgte Gruppentreffen oder nicht geleistete Helferstunden auszureichen.
  • Darüber hinaus ist mit einer kulanten Regelung zu rechnen, wenn sich innerhalb eines Sorgenetzwerkes Kostenverschiebungen einzelner Positionen (z.B. Absagen oder Verschieben von Veranstaltungen) aufgrund der Corona-Krise ergeben und keine anderweiten Ausfallentschädigungen greifen. Eine rechtzeitige Information an das Landesamt für Pflege ist gewünscht.
  • Die Anerkennung von AUA-Trägern und der Einsatz von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in bereits anerkannten Angeboten in Zeiten der Corona-Pandemie ist möglich, auch wenn die Helfenden noch nicht über die erforderliche Basisschulung von 40 h verfügen, die Helfenden müssen diese allerdings bis Ende des Jahres, bis spätestens 31.12.2020 nachholen.
  • Die Frist für die Vorlage der Verwendungsnachweise für die Förderung und für die Vorlage der Tätigkeitsberichte für die Anerkennung aller Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag wird aufgrund der aktuellen Situation und der hierdurch allseits entstehenden personellen und strukturellen Engpässe auf den 1. Juli 2020 verlängert.

Fachstellen für pflegende Angehörige

Folgende Bitte vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege möchten wir an Sie weitergeben:

Aufgrund der aktuellen Situation, die durch das SARS-CoV-2 bzw. die COVID-19-Erkrankungsfälle entstanden ist, sind viele Menschen verunsichert. Aber pflegende Angehörige brauchen nach wie vor ein offenes Ohr. Denn insbesondere gilt es, sowohl die Betreuung und Versorgung von oft vulnerablen Pflegebedürftigen aufrechtzuerhalten als auch pflegende Angehörige sowie Pflegebedürftigte vor möglichen Infektionen zu schützen.

Daher bitten wir Sie, ratsuchenden pflegenden Angehörigen weiterhin insbesondere telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung zu stehen und den Schwerpunkt Ihrer Beratungstätigkeit entsprechend anzupassen.

Information zur Fristverlängerung für den Verwendungsnachweis 2019

Aufgrund der aktuellen Situation und der hierdurch allseits entstehenden personellen und strukturellen Engpässe hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sich entschlossen, die Frist für die Vorlage der Verwendungsnachweise 2019 für die Förderung der Fachstellen für pflegende Angehörige nach der Richtlinie für die Förderung im „Bayerischen Netzwerk Pflege“ abweichend von Teilziffer 6.1 der Richtlinie auf den 1. Juli 2020 zu verlängern. Die gleiche Regelung gilt auch für alle Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, die gesondert informiert werden.

Gleichzeitig haben einige Fachstellen für pflegende Angehörige rückgemeldet, dass sie auch proaktiv auf Selbstmelder und andere Menschen in besonderen familiären Lebenslagen zugehen, diese teilweise regelmäßig anrufen und im Bedarfsfall auch die Vermittlung oder Organisation von Einkäufen übernehmen. Das ist wirklich eine ganz besonders schöne Geste und verdeutlicht noch einmal das hohe Engagement in den Fachstellen.

Für Ihr wertvolles Engagement, trotz der schwierigen Umstände, bedanken wir uns ganz herzlich.

Infoblatt zum Infektionsschutz

Hier finden Sie Informationen zu den wichtigsten Hygienetipps.

Infoblatt - Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Informationen zu Soforthilfeleistungen

Im Rahmen des Programms „Soforthilfe Corona“ können alle gewerblichen Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe mit maximal 250 Erwerbstätigen eine staatliche Soforthilfeleistung beantragen. Entscheidend ist, dass es aufgrund der Corona Krise zu einer wirtschaftlichen Schieflage bei den Betroffenen gekommen ist (also beispielsweise bei Unternehmen, die von den Allgemeinverfügungen betroffen sind und sich infolgedessen einem Liquiditätsengpass gegenübersehen; aber auch eine verschlechterte Auftragslage durch die Angst der Kunden vor einer Infizierung mit dem Corona-Virus wäre eine denkbare Ursache).

Dies haben Antragsteller im Rahmen des Soforthilfeantrags durch eine eidesstattliche Versicherung nachzuweisen. Der Antrag kann auf der Homepage des bayerischen Wirtschaftsministeriums unter www.stmwi.bayern.de/coronavirus/  aber auch beispielsweise auf den Internetseiten der Bezirksregierungen heruntergeladen werden. Für den Fördervollzug sind die Bezirksregierungen bzw. die Landeshauptstadt München zuständig; dort sind auch die Anträge einzureichen. Darüber hinaus wird der Bund in den kommenden Tagen ein Programm für eine Soforthilfe auflegen. Zudem haben auch einige Kommunen begonnen, Hilfsprogramme aufzulegen.