Demenzsimulator für Kinder
Ergänzend zum Demenzsimulator von Hands-on Dementia ist die Idee entstanden, einen Simulator zu entwickeln , der sich auf die Erlebniswelt von Kindern einstellt und sich u.a. für den Einsatz in der Schule eignet.
Dabei erleben die Kinder, dass einfache Handlungen nicht mehr gelingen, sie erleben das Scheitern und wie es ist, wenn die Sprache sich verändert und das Gedächtnis nicht mehr funktioniert . Wichtig ist dabei, miteinander über das Erlebte und die Gefühle zu reden, sowie eine Verbindung zum Alltag von Menschen mit Demenz herzustellen. Kinder lernen dabei, besser zu verstehen, was wiederum hilft, ihre Unsicherheit mehr und mehr zu verlieren, weil sie lernen können, mit den Veränderungen und Schwierigkeiten im Alltag umzugehen.
Die Metapher des kunterbunten Kopfsalats wurde gewählt, weil es sich in die Erlebniswelt der Kinder besser einfügen kann und eine positiv bunte Darstellung dessen, was nicht mehr - oder eben anders - funktioniert, erlaubt.
Kinder können in ihrem Lebensumfeld erleben, dass sich Familienmitglieder, Nachbarn oder andere nahestehende Personen komisch verhalten, also irgendwie anders, als sie es kennen. Das kann, gerade wenn es sich um die Großeltern handelt, sehr irritierend sein, weil das Gewohnte und Vertraute verloren geht. Kinder können mit Angst reagieren, werden im Umgang unsicher und können sich zurückziehen, was zur Folge haben kann, dass sie sich in ihren Ängsten allein gelassen fühlen. Es ist gerade für Eltern nicht einfach zu erklären, warum sich das Verhalten der Großeltern verändert hat, weil sie eben selbst betroffen sind und sich mit der Erkrankung Demenz und den Schwierigkeiten im Alltag auseinandersetzen müssen. Oder aber es wird zum Tabu-Thema in der Familie, was Unsicherheit und Ängste für die Kinder erhöht. Es ist nicht leicht, den richtigen Ton zu treffen und Worte zu finden, die Veränderungen des Verhaltens erklären können. Erwachsene fühlen sich von ungewohnten Verhaltensweisen eines nahestehenden Angehörigen mit Demenz nicht selten stark überfordert, werden überwältigt von Trauer, Ratlosigkeit und Ängsten. Für Kinder ist es nicht anders, auch sie müssen schwierige Situationen mit Menschen mit Demenz in der Familie bewältigen wie auch mit intensiven, nicht selten negativen Gefühlen umgehen lernen.
Wie bei Erwachsenen ist es auch für Kinder einfacher, neben den Erklärungsversuchen selbst zu erleben, wie es für Oma oder Opa ist, wenn der Alltag nicht mehr so recht gelingen will. Unsicherheit nimmt ab und Verständnis verbessert sich durch die eigenen Erfahrungen. Es ist gut, wenn Kinder die Gelegenheit bekommen, sich außerhalb der Familie mit der Krankheit Demenz auseinanderzusetzen, und sich mit Gleichaltrigen austauschen können.
Ergänzend zum Demenzsimulator von Hands-on Dementia ist daher die Idee entstanden, einen Simulator zu entwickeln, der sich auf die Erlebniswelt von Kindern ein stellt und sich u.a. für den Einsatz in der Schule eignet.
Dabei erleben die Kinder, dass einfache Handlungen nicht mehr gelingen, sie erleben das Scheitern und wie es ist, wenn die Sprache sich verändert und das Gedächtnis nicht mehr funktioniert. Wichtig ist dabei, miteinander über das Erlebte und die Gefühle zu reden, sowie eine Verbindung zum Alltag von Menschen mit Demenz herzustellen. Kinder lernen dabei, besser zu verstehen, was wiederum hilft, ihre Unsicherheit mehr und mehr zu verlieren, weil sie lernen können, mit den Veränderungen und Schwierigkeiten im Alltag umzugehen.
Der Demenzsimulator für Kinder kann beim Bewältigen von schwierigen häuslichfamiliären Situationen mit Angehörigen, die an Demenz erkrankt sind, helfen oder aber auch gut darauf vorbereiten. Damit wird die Familie unterstützt wie auch entlastet. Zudem hilft die eigene Erfahrung auch, zu verstehen, dass Menschen mit einem dementen Familienmitglied Zeit für Pflege und Betreuung brauchen; d.h., dass beispielsweise Mama viel Zeit für „Oma Erna" braucht.
Der Demenzsimulator für Kinder simuliert die Symptome einer Demenz. Er ist für Kinder im Grundschulalter konzipiert. Kinder erfahren selbst, wie es sich anfühlt, wenn sie nicht mehr weiterwissen . Für Erwachsene ist es wichtig zu lernen zu verstehen, dass Menschen mit Demenz nicht anders sein und anders handeln können und keineswegs mit ihrem Verhalten Familienmitglieder verärgern wollen. Durch Veränderungen im Gehirn verändert sich ihr Verhalten und Erleben. Das zu begreifen, gelingt am besten durch die eigene Erfahrung. Der Demenzsimulator bedient sich der Sprache und des Alltags von Kindern im Grundschulalter. Durch die Erfahrung fällt es leichter , auf die Veränderungen zu reagieren . Es hilft, damit besser umgehen zu können. Die Kinder erleben Gefühle wie Ärger, Frustration , Hilflosigkeit, Verzweiflung, Wut, Traurigkeit oder andere . Das ist nicht einfach, aber es soll so sein, um zu lernen zu verstehen. Deshalb ist es wichtig , dass die Kinder mit Ihnen und miteinander immer wieder sprechen.
Für den Aufbau der verschiedenen Stationen benötigen Sie:
Station 1:
Tisch mit Mindestmaß 80 cm x 80 cm
Station 2:
großer Tisch für Vorlage DIN A3 und circa 60 cm x 40 cm für Memory-Karten
Station 3, 1. Aufgabe:
Tisch mit Mindestmaß 80 cm x 80 cm
Station 3, 2. Aufgabe:
2 Stühle, genügend Platz zum Werfen
Station 4:
Tisch für Vorlage DIN A3
Station 5:
ggf. Stühle für Kinder
Der Verleih erfolgt durch die regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege in Bayern. Die Ausleihe und der Versand ist kostenfrei für die Nutzer. Um den Demenzsimulator für Kinder zu entleihen, muss eine Anfrage an die jeweilige Fachstelle für Demenz und Pflege im jeweiligen Regierungsbezirk gestellt werden. Termine und Zeiträume des Verleihs bedürfen der Absprache. Es besteht kein Anspruch auf Entleihe.
Der Demenzsimulator für Kinder wird in einem Koffer mit circa 10 kg versendet und per Kurier verschickt. Die Kosten für den Versand werden vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention übernommen.
Der Verleiher haftet nicht für Schäden, die dem Entleiher oder Dritten aufgrund von unsachgemäßem bzw. unbeaufsichtigtem Gebrauch entstehen. Bei Verlust oder Beschädigung des Demenzsimulators für Kinder oder einzelner Teile behalten sich die Fachstellen für Demenz und Pflege in Bayern eine Neuanschaffung des Demenzsimulators für Kinder oder den Ersatz einzelner Teile vor. Der Entleiher hat den durch Verlust oder Beschädigung entstehenden Schaden zu ersetzen.
Es gelten die gesetzlichen Regelungen der Leihe nach § 598 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Dies bedeutet insbesondere, dass der Demenzsimulator oder Teile davon nicht ohne Erlaubnis des Verleihers Dritten zum Gebrauch überlassen werden dürfen. Für Veränderungen oder Verschlechterungen des Demenzsimulators, die durch den vertragsgemäßen Gebrauch herbeigeführt werden, haftet der Entleiher nicht (§ 602 BGB). Der Entleiher hat jedoch Sorge dafür zu tragen, dass der Demenzsimulator vollständig und ohne Schäden und Defekte an die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern zurückgegeben wird. Der Demenzsimulator ist diesbezüglich nicht durch den Verleiher versichert. Der Verleiher empfiehlt daher zu prüfen, ob der Parcours für den entsprechenden Zeitraum über die eigene Versicherung des Entleihers versichert werden kann. Vom Verleiher zur Verfügung gestellte Flyer und Pressetexte/-fotos dürfen ausschließlich im Zusammenhang mit der Veranstaltung zum Demenzsimulator genutzt werden. Jede weitere Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung durch den Verleiher. Es dürfen keine Kopien und Bilder des Demenzsimulators reproduziert und veröffentlicht werden. Das Copyright des Demenzsimulators liegt bei Hands on Dementia. (http://www.hands-on-dementia.info/). Bei Zuwiderhandlung übernimmt der Entleiher die rechtliche Verantwortung für eventuelle Schadensersatzklagen auf Grund verletzter Persönlichkeitsrechte und stellt den Verleiher von diesbezüglichen Forderungen frei.