Aktualisiert Empfehlungen zur Demenzprävention

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Bis zu 45 % des Demenzrisikos könnte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch die Beeinflussung veränderbarer Risikofaktoren verhindert oder hinausgezögert werden. Die im Juli 2026 veröffentlichte zweite Auflage ihrer Leitlinie zur Prävention von kognitivem Abbau und Demenz (Risk reduction of cognitive decline and dementia – WHO guidelines) erweitert die Empfehlungen von 2019 deutlich: Neben Bewegung, Nichtrauchen, gesunder Ernährung und der Behandlung etwa von Bluthochdruck, Diabetes und erhöhten Cholesterinwerten rücken nun auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung sowie ein lebenslanger Blick auf Demenzrisiken stärker in den Fokus. Neu berücksichtigt werden zudem unter anderem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Sehbeeinträchtigungen, Schlafprobleme und HIV sowie individuell zugeschnittene Maßnahmen, die mehrere Risikofaktoren gleichzeitig angehen. Auch Hörgeräte können nun ausdrücklich als Teil einer Strategie zur Demenzrisikoreduktion eingesetzt werden – 2019 hatte die WHO die Evidenz hierfür noch als unzureichend bewertet. 
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