In Umsetzung der Bayerischen Demenzstrategie hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zur Optimierung der Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und der sie häuslich Pflegenden die bayernweit agierende Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern eingerichtet, die ihre Arbeit am 01.12.2018 aufgenommen hat. Ziel der bereits 2013 entwickelten Bayerischen Demenzstrategie ist neben einer bedarfsgerechten Betreuung, Pflege und medizinischen Versorgung insbesondere auch, Menschen mit Demenz bis zuletzt ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen, Angehörige und andere nahestehende Personen, die Menschen mit Demenz betreuen und pflegen, zu unterstützen sowie die Gesellschaft für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.

Der Träger der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern ist die Freie Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern.

Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema „Demenz“ in Bayern. Sie unterstützt den Wissenstransfer sowie den weiteren Auf- und Ausbau von Versorgungsstrukturen und Hilfsangeboten für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Darüber hinaus fungiert sie als Anlaufstelle für unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, wie beispielsweise die Fachstellen für pflegende Angehörige und die Pflegestützpunkte. Zudem hat die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern auch Teile der Aufgaben der ehemaligen Agentur zum Auf- und Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag übernommen.

Die Förderung für alle Fachstellen für Demenz und Pflege erfolgt aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sowie durch die Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern und durch die private Pflegeversicherung.

Viele Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstellen für pflegende Angehörige sowie der Pflegstützpunkte sind verunsichert, wie sie sich in Zeiten der Corona-Pandemie verhalten sollen.

Deshalb möchten wir Ihnen gerne einige Informationen zu Verfügung stellen. Diese haben wir hier für Sie gesammelt.

Einzelpersonen nach § 82 Abs. 4 AVSG stellen ein neues Format der Angebote zur Unterstützung im Alltag dar. Hierdurch können Menschen mit Pflegegrad unter bestimmten Voraussetzungen Angebote zur Entlastung und Unterstützung, die von vertrauten Personen geleistet werden, über den Entlastungsbetrag abrechnen.

Weitere Informationen zu den Einzelpersonen nach § 82 Abs. 4 AVSG finden Sie hier.

 

Für eine bestmögliche Versorgung von Menschen mit Demenz und weiteren Pflegebedürftigen, bedarf es innovativer und zukunftsweisender Ansätze.

Bereits durch Projekte wie „Sport trotz(t) Demenz“, die „Bayerische Beratungsstelle für seltene Demenzerkrankungen“ sowie die Fachstellen für Demenz und Pflege konnten Strukturen geschaffen werden, welche eine deutliche Verbesserung der Lebensbedingungen von Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen bewirken.

Um diese positive Entwicklung weiter voranzubringen, ruft Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek alle Träger in der Pflege dazu auf, sich mit innovativen Ideen für neuartige Konzepte und Strukturen für eine Modellförderung zu bewerben.

Die Förderung von Modellprojekten unterliegt dem § 45c SGB XI. Er beinhaltet die wesentlichen Gesetzesgrundlagen für die Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen für Pflegebedürftige und die Förderung ehrenamtlicher Strukturen.

Regelungen zur Förderung beruhen auf Teil 8 Abschnitt 5 bis 8 der Verordnung zur Ausführung der Sozialgesetze (AVSG). Für die Bewilligung ist das Bayerische Landesamt für Pflege zuständig.

Die Durchführung der Projekte sollte wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden.

Mit einer erfolgreichen Bewerbung können Träger der Pflege neuartige und zusätzliche Konzepte und Strukturen der Versorgung erproben, mit dem Ziel einer wirksamen Vernetzung der notwendigen Hilfen für Pflegebedürftige mit Demenz und andere Gruppen von Pflegebedürftigen.

Die Modellförderung steht vor allem für Projekte im ambulanten Bereich zur Verfügung und ist zunächst für drei Jahre vorgesehen(mögliche Verlängerung auf maximal fünf Jahre). Ein Kostenrahmen ist nicht vorgegeben. Die Förderung erfolgt über das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zusammen mit der sozialen Pflegeversicherung und der Privaten Pflegepflichtversicherung.

Eine Bewerbung mit einem Konzept sowie einem Kosten- und Finanzierungsplan ist bis zum 31. Dezember 2021 möglich.

Diese richten Sie postalisch an:

Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Referat 42

Frau Dr. Schwendner
Haidenauplatz 1
81667 München

oder per Mail an: