Angebote zur Unterstützung im Alltag

Viele Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag sind verunsichert, wie sie sich in Zeiten der Corona-Pandemie verhalten sollen.

Deshalb möchten wir Ihnen gerne einige Informationen zu Verfügung stellen. Wir weisen darauf hin, dass es sich hier nur um allgemeine Hinweise auf bestehende Rechtsgrundlagen handelt. Das Bestehen einer entsprechenden Möglichkeit bzw. das Vorliegen eines entsprechenden Anspruchs kann nur anhand des Einzelfalls beurteilt werden.

Selbstverständlich liegt die Entscheidung bei den Trägern, wann sie welches Angebot mit welchen Hygiene- und Schutzkonzepten anbieten.

Stand 07.07.2022

Mindestabstand, Handhygiene, medizinische Gesichtsmaske, Belüftung (§ 1 der Sechzehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – 16. BayIfSMV)

Es gilt weiterhin, dass wo immer möglich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kundinnen und Kunden eingehalten und auf ausreichende Handhygiene geachtet werden soll.
In geschlossenen Räumlichkeiten wird empfohlen, mindestens eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen und auf ausreichende Belüftung zu achten.
Weitergehende oder ergänzende Anordnungen der zuständigen Behörden sind zu beachten.
Die aktuelle Fassung der 16. BayIfSMV finden Sie unter dem folgenden Link: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayIfSMV_16/true

 

Testungen

Nach wie vor wird dringend empfohlen, dass sich sämtliche Personen, die in den Angeboten zur Unterstützung im Alltag und damit bei einem äußerst vulnerablen Personenkreis im Einsatz und die weder geimpft noch genesen sind, engmaschigen Tests unterziehen.
Gemäß der neuen Coronavirus-Testverordnung des Bundes (TestV), die am 30.06.2022 in Kraft getreten ist, stellt sich die aktuelle Situation insbesondere wie folgt dar:
Für Helfende im Rahmen von anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag hat sich im Vergleich zur bislang bestehenden kostenfreien Testmöglichkeit nichts geändert.
Helfende haben zwar keinen Anspruch auf kostenfreie Bürgertestung nach § 4a TestV n.F. mehr. Es besteht aber ein Anspruch auf kostenfreie Testung nach § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 2 Nr. 3 TestV. Die Anspruchsberechtigung ist nach § 6 Abs. 3 Nr. 3 TestV gegenüber dem Leistungserbringer (der Teststelle) darzulegen.
Das neue Muster einer Bestätigung zur Vorlage bei der Teststelle finden Sie hier – für Angebote zur Unterstützung im Alltag ist die Auswahl „sonstige Einrichtung oder Unternehmen nach § 4 Abs. 2 Nr. 1 bis 7 TestV“ relevant.
Werden die Testungen durch Träger der Angebote selbst organisiert und durchgeführt, können sie die von ihnen erbrachten Leistungen in Höhe der nach § 12 Abs. 3 TestV n.F. enthaltenen Vergütungssätze über eine Pflegekasse nach den in § 150 Abs. 2 bis 5a SGB XI niedergelegten Verfahren abrechnen (§ 7 Abs. 3 Satz 4 TestV n.F.).
Zum Erstattungsverfahren gibt es, wie schon bekannt, Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes („Kostenerstattungs-Festlegungen TestV“). Diese und die jeweils aktuellen Formulare sowie Informationen und die für die Abrechnung zuständige Pflegekasse können unter folgendem Link unter der Überschrift „Kostenerstattung von Antigen-Testungen für Pflegeeinrichtungen und Angebote zur Unterstützung im Alltag“ abgerufen werden:
https://www.gkv-spitzenverband.de/pflegeversicherung/richtlinien_vereinbarungen_formulare/richtlinien_vereinbarungen_formulare.jsp
 

Pflegende Angehörige haben weiterhin einen Anspruch auf kostenfreie Bürgertestung (§ 4a Abs. 1 Nr. 9 TestV n.F.). Dabei müssen diese neben der Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises zum Nachweis der Identität der zu testenden Person glaubhaft machen, dass sie eine pflegebedürftige Angehörige bzw. einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen. Hierfür ist eine Selbstauskunft erforderlich bzw. ausreichend.
Ein Muster eines solchen Selbstauskunftsformulars finden Sie hier und kann auf der Homepage des StMGP unter https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2022/07/musterformular-by.pdf abgerufen werden.
Details zur aktuellen TestV stehen auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Verfügung: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/detail/coronavirus-testverordnung-testv.html und https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/nationale-teststrategie/faq-covid-19-tests.html
Abschließend möchten wir zu diesem Thema darauf hinweisen, dass es sich um Bundesrecht handelt, die weiteren Entwicklungen auf Bundesebene bleiben abzuwarten.

 

Verlängerung bundesrechtlicher Sonderregelungen

Die Fristen für folgende Regelungen wurden vom Bundesgesetzgeber bis einschließlich 31. Dezember 2022 verlängert:

  • Zur Vermeidung von durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 im Einzelfall im häuslichen Bereich verursachten pflegerischen Versorgungsengpässen können die Pflegekassen nach ihrem Ermessen (für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2) Kostenerstattung in Höhe der ambulanten Sachleistungsbeträge (§ 36 SGB XI) nach vorheriger Antragstellung gewähren, § 150 Abs. 5 SGB XI.
  • Abweichend von § 45b Abs. 1 Satz 3 SGB XI können Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 den Entlastungsbetrag auch für die Inanspruchnahme anderer Hilfen im Wege der Kostenerstattung einsetzen, wenn dies zur Überwindung von infolge des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Versorgungsengpässen erforderlich ist, § 150 Abs. 5b SGB XI.
  • Weiterhin gilt der Anspruch pflegender Angehöriger, die die Pflege oder die Organisation der Pflege coronabedingt übernehmen, auf Pflegeunterstützungsgeld für insgesamt bis zu 20 Arbeitstage (§ 150 Abs. 5d SGB XI) bis einschließlich 31. Dezember 2022 fort.

Der Corona-Schutzschirm für die infolge des Coronavirus SARS-CoV-2 anfallenden, außerordentlichen Aufwendungen sowie Mindereinnahmen im Rahmen der Erbringung der landesrechtlich anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag wurde nur sehr eingeschränkt verlängert (§ 150 Abs. 5a SGB XI). Abhängig von den aktuellen Regelungen der TestV in der jeweils geltenden Fassung können die testbezogenen Mehrkosten weiterhin abgerechnet werden (s. insbesondere die oben erwähnten Regelungen und Festlegungen zur Höhe der Vergütung in der TestV). Eine zeitliche Befristung bis zum 31. Dezember 2022 ist nicht im SGB XI vorgesehen. Eine darüber hinausgehende Erstattung von Aufwendungen oder Mindereinahmen ist nicht mehr möglich.


Stand 07.07.2022

AUA-Schulungs- und -Fortbildungsformate

Alle bei einem Träger eingesetzten ehrenamtlichen und nicht ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die in den Angeboten zur Unterstützung im Alltag tätig werden möchten, benötigen vor ihrem ersten Einsatz eine Schulung gemäß dem „Schulungskonzept zur Erbringung von Leistungen nach § 45a SGB XI“ mit 40 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Dabei können Schulungen berücksichtigt werden, die neben der Möglichkeit der Präsenz-Schulung auch als online-live-basierte Schulung durchgeführt werden. Schulungen, die im Selbststudium angeboten bzw. absolviert werden, werden nicht akzeptiert. Gleiches gilt auch für Fortbildungen im Rahmen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag.

 

Stand 14.02.2022

Für geförderte Angebote zur Unterstützung im Alltag bzw. für die nach der Richtlinie für die Förderung im „Bayerischen Netzwerk Pflege“ geförderte Angehörigenarbeit ist jährlich ein Verwendungsnachweis samt Sachbericht beim Bayerischen Landesamt für Pflege, Referat 44, Mildred-Scheel-Str. 4, 92224 Amberg einzureichen. Bitte beachten Sie, dass die Abgabefrist für den Verwendungsnachweis hinsichtlich des Förderjahres 2021 zum 01.04.2022 endet. Diese Frist gilt auch für den Tätigkeitsbericht 2021, der hinsichtlich anerkannter, nicht geförderter Angebote zur Unterstützung im Alltag dem Bayerischen Landesamt für Pflege zu übermitteln ist.

Hinsichtlich des Förderjahres 2022 werden Teil 8 Abschnitt 5 bis 8 der AVSG und die entsprechenden Vollzugshinweise unter Berücksichtigung folgender Maßgaben angewendet:

1. Eine coronabedingte Unterschreitung der Mindestanzahl von Gruppentreffen, Einsatzstunden, Teilnehmenden bei den Angeboten sowie der Mindestteilnehmerzahl bei Schulungen ist unschädlich im Hinblick auf die Fördervoraussetzungen. Dies gilt auch, wenn Angebote aufgrund der Hygienevorgaben aufgeteilt werden.

2. Sollten coronabedingt zusätzliche Angebote zur Unterstützung im Alltag erforderlich erscheinen, sind diese förderfähig. Eine entsprechende Mitteilung der Antragstellerin/des Antragstellers im Rahmen des Verwendungsnachweises für das Förderjahr 2022 ist ausreichend.

3. Wird die Möglichkeit des Anbietens von online-live-basierten Schulungen und Fortbildungen genutzt, gibt es bezüglich der Anforderungen an die einzureichenden Teilnehmerlisten eine Sonderregelung. Bei diesen genügt es, wenn die Schulungsleitung die Teilnahme bescheinigt. Dazu sollten die Teilnehmenden aufgelistet werden, die Unterschriften der Teilnehmenden sind nicht zwingend erforderlich. Die Teilnehmerlisten sind fünf Jahre vom Antragsteller/von der Antragstellerin aufzubewahren. Schulungen im Selbststudium sind nicht berücksichtigungsfähig.

4. Die Durchführung von Angehörigengruppen ist im Online-Live-Format möglich und förderfähig.

 

Stand 25.10.2021

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass die Frist zu Nachholung der Basisschulung gem. Schulungskonzept zur Erbringung von Leistungen gem. § 45a SGB XI für ehrenamtlich bzw. nicht ehrenamtlich Helfende, die ohne die erforderliche Basisschulung aufgrund der Corona-Ausnahmeregelung eingesetzt werden, zum 31.12.2021 endet. Eine erneute Verlängerung der Frist erfolgt nicht.

Nach Fristablauf dürfen nicht ordnungsgemäß geschulte Helfende nicht mehr bei den Angeboten zur Unterstützung im Alltag eingesetzt werden. Sollte demnach für die Durchführung eines Angebotes zur Unterstützung im Alltag nicht die erforderliche Anzahl an ordnungsgemäß geschulten Helfenden zur Verfügung stehen, so wird die Anerkennung des entsprechenden Angebotes aufgehoben.

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie noch darauf hinweisen, dass Leistungen, welche ab 01.01.2022 von nicht ordnungsgemäß geschulten Helfenden erbracht werden, nicht mit den Pflegekassen abgerechnet werden dürfen und im Rahmen der Angebote zur Unterstützung im Alltag nicht förderfähig sind.

Bitte sorgen Sie daher dafür, dass die von Ihnen eingesetzten Helfenden die ggf. noch fehlende Schulung bzw. die fehlenden Schulungsmodule bis zum Fristablauf (31.12.2021) nachholen und dass die entsprechenden Schulungszertifikate beim Bayerischen Landesamt für Pflege zeitnah nach Erhalt eingereicht werden.

 

Stand 30.07.2021

Online-Formate bei Angehörigengruppen und Schulungen

Aufgrund zahlreicher positiver Erfahrungen mit Online-Formaten während der Zeit der Corona-Pandemie hat das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege beschlossen, auch über das Bestehen der pandemiebedingten Sonderregelungen hinaus Online-Formate bei Angehörigengruppen und bei der Schulung Ehrenamtlicher zu fördern.

Durch die Ermöglichung von Online-Formaten bei den Angehörigengruppen möchte das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Reichweite von Angehörigengruppen erhöhen. Rückmeldungen aus der Praxis haben gezeigt, dass das Angebot von Angehörigengruppen als Online-Format (z.B. Gruppenchat) es einem größeren Kreis Angehöriger ermöglicht, an diesem Angebot zur Unterstützung im Alltag teilzunehmen. Es können hier auch Angehörige in größerer Entfernung zum Träger des Angebots teilnehmen, ohne eine Betreuungsmöglichkeit für den Pflegebedürftigen zu benötigen.

Ebenfalls hat die Erfahrung während des pandemiebedingten Verbots von Präsenz-Schulungen gezeigt, dass Schulungen im Online-Live-Format sehr positiv angenommen werden. In der Praxis bestehen bereits unterschiedliche Ansätze, auf welche Weise die tatsächliche Präsenz der Teilnehmenden sichergestellt werden kann, um einer tatsächlichen Qualifizierung der Ehrenamtlichen nachzukommen. Daher sind zukünftig sowohl Angehörigengruppen als auch Schulungen im Online-(Präsenz-)Format förderfähig.

 

Stand 23.03.2021

Aufgrund der anhaltenden Einschränkungen aufgrund des Pandemiegeschehens, hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sich entschlossen, folgende Sonderreglungen für die Angebote zur Unterstützung im Alltag auf das Förderjahr 2021 zu verlängern:

1. Eine coronabedingte Unterschreitung der Mindestanzahl von Gruppentreffen, Einsatzstunden, Teilnehmenden bei den Angeboten sowie bei Schulungen ist unschädlich im Hinblick auf die Fördervoraussetzungen. Dies gilt auch, wenn Angebote aufgrund der Hygienevorgaben aufgeteilt werden.

2. Die Anerkennung und Förderung von AUA-Trägern und der Einsatz von Helferinnen und Helfern in bereits anerkannten Angeboten in Zeiten der Corona-Pandemie sind möglich, auch wenn die Helfenden noch nicht über die erforderliche Basisschulung von 40 Unterrichtseinheiten verfügen, die Helfenden müssen die Schulung allerdings, bis spätestens 31.12.2021 nachholen.

3. Sollten coronabedingt zusätzliche Angebote zur Unterstützung im Alltag erforderlich erscheinen, sind zusätzliche Angebote förderfähig:

  1. Bei einer beantragten vorläufigen Zuwendungsentscheidung ist eine Mitteilung des Trägers im Rahmen des Verwendungsnachweises ausreichend.
  2. Bei einer beantragten Zuwendungsentscheidung aufgrund des Finanzierungsplanes ist ein Änderungsantrag notwendig; das aufgrund der Aufteilung zusätzliche Angebot muss explizit beantragt werden. Dazu ist erneut das Antragsformular auszufüllen und beim Bayerischen Landesamt für Pflege einzureichen. Die Änderung ist kurz zu erläutern.

4. Wird die Möglichkeit des Anbietens von online-live-basierten Schulungen und Fortbildungen genutzt, gibt es bezüglich der Anforderungen an die einzureichenden Teilnehmerlisten eine Sonderregelung. Bei diesen genügt es, wenn die Schulungsleitung die Teilnahme bescheinigt. Dazu sollten die Teilnehmenden aufgelistet werden, die Unterschriften der Teilnehmenden sind nicht zwingend erforderlich. Die Teilnehmerlisten sind fünf Jahre vom Träger aufzubewahren.

 

Stand 09.03.2021

Aufgrund der aktuellen Situation wurde die Abgabefrist für den Verwendungsnachweis inkl. Sachbericht bzgl. des Förderjahres 2020 vom 01.04.2021 auf den 30.06.2021 verlängert.

Dies betrifft sowohl die geförderten Angebote zur Unterstützung im Alltag bzw. die nach der Richtlinie für die Förderung im „Bayerischen Netzwerk Pflege“ geförderte Angehörigenarbeit.

Die verlängerte Abgabefrist bis 30.06.2021 gilt auch für den Tätigkeitsbericht 2020, der hinsichtlich anerkannter, nicht geförderter Angebote zur Unterstützung im Alltag dem Bayerischen Landesamt für Pflege zu übermitteln ist.

In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal darauf aufmerksam machen, dass Gruppentreffen oder Helferstunden, die aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 nicht stattgefunden haben bzw. nicht erbracht wurden, nicht zu einer Unterschreitung der für eine Förderung notwendigen Mindestanzahl führen. Jedoch können aus förderrechtlichen Gründen keine Zuschüsse für nicht erfolgte Gruppentreffen oder nicht geleistete Helferstunden ausgereicht werden.

Des Weiteren möchten wir Sie darüber informieren, dass ab dem Förderjahr 2022 grundsätzlich nur noch Schulungen zur Erbringung von Leistungen gem. § 45a SGB XI gefördert werden können, sofern sie – wie im Schulungskonzept vom 01.01.2019 vorgesehen – die drei verschiedenen Module mit insgesamt mindestens 40 Unterrichtseinheiten aufweisen. Die Schulungen können modular zeitversetzt abgehalten werden, der Anbieter muss jedoch alle drei Module schulen.

Alternativ zu Präsenzschulungen können Online-Schulungen in Form von online-live-Schulungen durchgeführt werden. Hierbei muss die Interaktion zwischen dem Referenten und den Schulungsteilnehmern möglich sein, so dass auf Fragen direkt eingegangen werden kann. Die Anerkennung und Förderung von Schulungen im Rahmen eines Selbststudiums ist ausgeschlossen.

 

Stand 8.12.2020

Aufgrund der seit Beginn der Corona-Pandemie gebotenen Einschränkungen konnten Angebote zeitweise gar nicht oder nur eingeschränkt erbracht werden. Hierdurch besteht die Gefahr, dass Angebote aus der Anerkennung oder Förderung fallen. Um der Einstellung betroffener Angebote entgegenzuwirken, werden Teil 8 Abschnitt 5 bis 8 der AVSG und die entsprechenden Vollzugshinweise für das Förderjahr 2020 unter Berücksichtigung folgender Maßgaben angewendet:

  1. Eine coronabedingte Unterschreitung der Mindestanzahl von Gruppentreffen, Einsatzstunden, Teilnehmenden bei den Angeboten sowie bei Schulungen ist unschädlich im Hinblick auf die Fördervoraussetzungen. Dies gilt auch, wenn Angebote aufgrund der Hygienevorgaben aufgeteilt werden.
  2. Die Anerkennung und Förderung von AUA-Trägern und der Einsatz von Helferinnen und Helfern in bereits anerkannten Angeboten in Zeiten der Corona-Pandemie sind möglich, auch wenn die Helfenden noch nicht über die erforderliche Basisschulung von 40 Unterrichtseinheiten verfügen, die Helfenden müssen die Schulung allerdings bis spätestens 30.06.2021 nachholen.
  3. Sollten coronabedingt zusätzliche Angebote zur Unterstützung im Alltag erforderlich erscheinen, sind zusätzliche Angebote förderfähig:
    1. Bei einer beantragten vorläufigen Zuwendungsentscheidung ist eine Mitteilung des Trägers im Rahmen des Verwendungsnachweises ausreichend.
    2. Bei einer beantragten Zuwendungsentscheidung aufgrund des Finanzierungsplanes ist ein Änderungsantrag notwendig; das aufgrund der Aufteilung zusätzliche Angebot muss explizit beantragt werden. Dazu ist erneut das Antragsformular auszufüllen und beim Bayerischen Landesamt für Pflege einzureichen. Die Änderung ist kurz zu erläutern.
  4. Wird die Möglichkeit des Anbietens von onlinebasierten Schulungen und Fortbildungen genutzt, gibt es bezüglich der Anforderungen an die einzureichenden Teilnehmerlisten eine Sonderregelung. Bei diesen genügt es, wenn die Schulungsleitung die Teilnahme bescheinigt. Dazu sollten die Teilnehmenden aufgelistet werden, die Unterschriften der Teilnehmenden sind nicht zwingend erforderlich. Die Teilnehmerlisten sind fünf Jahre vom Träger aufzubewahren. Schulungen im Selbststudium sind nicht berücksichtigungsfähig.
  5. Ab 01.01.2021 ist vorgesehen, dass die Erbringung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag durch Einzelhelferinnen und -helfer unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Ehrenamtliche Einzelhelfende müssen sich hierzu bei den Fachstellen für Demenz und Pflege registrieren. Für die Einführungsphase ist vorgesehen, dass die hierfür erforderliche Basisschulung im Umfang von acht Unterrichtseinheiten bis zum 30.06.2021 nachgeholt werden kann.

Bei fachlichen Fragen können Sie sich gerne an Ihre Fachstelle für Demenz und Pflege wenden.

Das Landesamt für Pflege steht bevorzugt -  per E-Mail unter oder telefonisch unter 09621-96692542 für Fragen zur Verfügung.


Weitere Informationen

In diesem Bereich haben wir Ihnen weitere Informationen und hilfreiche Links zusammengestellt.

Im Alltag begegnen wir vielen Erregern wie Viren und Bakterien. Einfache Hygienemaßnahmen tragen dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen.

Hier finden Sie Informationen zu den wichtigsten Hygienetipps.

Infoblatt - Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Außerdem informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über das Thema Infektionsschutz:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/


Da gemeinnützige Organisationen kaum Gewinne erwirtschaften und keine ausreichenden Rücklagen bilden können, haben sie es in Zeiten von Corona schwer. Durch sein Kreditprogramm „Corona-Kredit – Gemeinnützige“ möchte der Freistaat Bayern kirchlichen, mildtätigen und gemeinnützigen Organisationen helfen, in der Coronakrise weiterhin ihre laufenden Betriebskosten bewältigen zu können. Der Kredit kann bei der Hausbank zu einem günstigen bonitätsunabhängigen festen Zinssatz beantragt werden. Er wird zu 100 Prozent von Bund und Land risikoentlastet und ist mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren mit der Option auf tilgungsfreie Zeiten sehr flexibel.        
Weiter Informationen unter lfa.de/website/de/aktuelles/_informationen/Coronavirus/index.php


Im Rahmen des Programms „Soforthilfe Corona“ können alle gewerblichen Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe mit maximal 250 Erwerbstätigen eine staatliche Soforthilfeleistung beantragen. Entscheidend ist, dass es aufgrund der Corona Krise zu einer wirtschaftlichen Schieflage bei den Betroffenen gekommen ist (also beispielsweise bei Unternehmen, die von den Allgemeinverfügungen betroffen sind und sich infolgedessen einem Liquiditätsengpass gegenübersehen; aber auch eine verschlechterte Auftragslage durch die Angst der Kunden vor einer Infizierung mit dem Corona-Virus wäre eine denkbare Ursache).

Dies haben Antragsteller im Rahmen des Soforthilfeantrags durch eine eidesstattliche Versicherung nachzuweisen. Der Antrag kann auf der Homepage des bayerischen Wirtschaftsministeriums unter www.stmwi.bayern.de/coronavirus/  aber auch beispielsweise auf den Internetseiten der Bezirksregierungen heruntergeladen werden. Für den Fördervollzug sind die Bezirksregierungen bzw. die Landeshauptstadt München zuständig; dort sind auch die Anträge einzureichen. Darüber hinaus wird der Bund in den kommenden Tagen ein Programm für eine Soforthilfe auflegen. Zudem haben auch einige Kommunen begonnen, Hilfsprogramme aufzulegen.


Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege informiert zum neuartigen Corona-Virus und klärt über Schutzmaßnahmen auf.
https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

Tagesaktuelle Informationen zum Corona Virus bietet auch das Bundesministerium für Gesundheit.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

 

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat wichtiges Basiswissen, Handlungsempfehlungen und weiterführende Informationsquellen für professionell Pflegende zusammengestellt.

Informationen für professionell Pflegende:
https://www.zqp.de/covid19/

Außerdem hat das ZQP Tipps für pflegende Angehörige zum Schutz vor dem Corona-Virus auf dem ZQP-Portal Prävention in der Pflege zusammengestellt:
https://www.pflege-praevention.de/corona-schutz-angehoerige/

 

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf seiner Webseite umfassende Informationen zu COVID-19 zusammengestellt, u. a. auch Hinweise zu Prävention und Management von COVID-19-Erkrankungen in der stationären und ambulanten Altenpflege.
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Altenpflegeheime.html

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO) informiert nicht nur in ihrem Newsletter über Corona-Infos aus der BAGSO und den BAGSO-Verbänden, sondern hat inzwischen auch einen Podcast ins Leben gerufen.
https://www.bagso.de/themen/corona-pandemie/

Das BAGSO-Projekt Digital Kompass bietet in der Krise zahlreiche Online-Veranstaltungen und Materialien zum Umgang mit digitalen Medien.
https://www.digital-kompass.de/


Der Ausbruch des neuen Corona Virus macht vielen Menschen Angst. Die massiven Einschränkungen im Alltagsleben verstärken die psychische Belastung zusätzlich. Um mit der Krisensituation hilfreich umzugehen, ist es aber entscheidend, das seelische Gleichgewicht nicht zu verlieren. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde - kurz DGPPN – hat Tipps für die seelische Gesundheit zusammengestellt.
https://www.dgppn.de/schwerpunkte/corona-psyche.html

 

Die Krisendienste Bayern bieten erste Entlastung und Orientierung. Betroffene, Angehörige, Bezugspersonen und Hilfesuchende aus dem sozialen Umfeld werden fachkundig beraten und informiert.
https://www.krisendienste.bayern/

 

Gemeinsam mit engagierten Psychotherapeuten bietet die Kassenärztliche Vereinigung Bayern – KVB – für Menschen, die sich aufgrund der bestehenden Pandemiesituation oder einer angeordneten Quarantäne psychisch belastet fühlen, individuelle psychotherapeutische Unterstützung per Videosprechstunde an.
https://www.kvb.de/service/patienten/coronavirus-infektion/#c42225

 

Die Telefonseelsorge ist für jeden da, der seine Sorgen teilen möchte und Hilfe benötigt.

Unter den Nummern 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222 oder 116 123 ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenlos erreichbar. Darüber hinaus bietet die Telefonseelsorge auch eine Mail- und Chatberatung an.
https://online.telefonseelsorge.de/

 

Häufige Fragen rund um das Thema „Corona-Virus und Demenz“ hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz gesammelt.
https://www.deutsche-alzheimer.de/ueber-uns/presse-und-aktuelles/aktuelle-informationen-zur-corona-pandemie

 

Das Gesundheitsprojekt MiMi (Mit Migranten, Für Migranten) bietet Informationen und praktische Hinweise in 16 Sprachen an.
https://www.mimi-bestellportal.de/corona-information/