Corona-Virus: Informationen zur aktuellen Situation

Folgende Bitte vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege möchten wir an Sie weitergeben:

Aufgrund der aktuellen Situation, die durch das SARS-CoV-2 bzw. die COVID-19-Erkrankungsfälle entstanden ist, sind viele Menschen verunsichert. Aber pflegende Angehörige brauchen nach wie vor ein offenes Ohr. Denn insbesondere gilt es, sowohl die Betreuung und Versorgung von oft vulnerablen Pflegebedürftigen aufrechtzuerhalten als auch pflegende Angehörige sowie Pflegebedürftigte vor möglichen Infektionen zu schützen.

Daher bitten wir Sie, ratsuchenden pflegenden Angehörigen weiterhin insbesondere telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung zu stehen und den Schwerpunkt Ihrer Beratungstätigkeit entsprechend anzupassen.

Herzlichen Dank für Ihr tägliches Engagement, auch in schwierigen Zeiten!

Informationen zur Fristverlängerung für den Verwendungsnachweis2019

Aufgrund der aktuellen Situation und der hierdurch allseits entstehenden personellen und strukturellen Engpässe hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sich entschlossen, die Frist für die Vorlage der Verwendungsnachweise 2019 für die Förderung der Fachstellen für pflegende Angehörige nach der Richtlinie für die Förderung im „Bayerischen Netzwerk Pflege“ abweichend von Teilziffer 6.1 der Richtlinie auf den 1. Juli 2020 zu verlängern. Die gleiche Regelung gilt auch für alle Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, die gesondert informiert werden.

Gleichzeitig haben einige Fachstellen für pflegende Angehörige rückgemeldet, dass sie auch proaktiv auf Selbstmelder und andere Menschen in besonderen familiären Lebenslagen zugehen, diese teilweise regelmäßig anrufen und im Bedarfsfall auch die Vermittlung oder Organisation von Einkäufen übernehmen. Das ist wirklich eine ganz besonders schöne Geste und verdeutlicht noch einmal das hohe Engagement in den Fachstellen.

Für Ihr wertvolles Engagement, trotz der schwierigen Umstände, bedanken wir uns ganz herzlich.

Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern berät Fachstellen für pflegende Angehörige bzgl. einer möglichen Förderung nach dem Bayerischen Netzwerk Pflege. Der Freistaat Bayern gewährt nach Maßgabe der Richtlinie für die Förderung im „Bayerischen Netzwerk Pflege“ und der allgemeinen haushaltsrechtlichen Bestimmungen Zuwendungen für die Angehörigenarbeit im „Bayerischen Netzwerk Pflege“.

Darüber hinaus berät die Fachstelle für Demenz und Pflege interessierte Kommunen zu Pflegestützpunkten und möglichen Förderungen. Aufgabe der Pflegestützpunkte ist es, für die Bürgerinnen und Bürger Information und Beratung zu allen Fragen im Vor- und Umfeld der Pflege sowie die Vernetzung der Angebote unter einem Dach zu bündeln. In den seit November 2019 gültigen Fördergrundsätzen sind die Details zur Förderung der Pflegestützpunkte geregelt.

Für neu gegründete Pflegestützpunkte kann eine einmalige Anschubfinanzierung von bis zu 20.000 Euro beantragt werden. Diese Summe erhöht sich um weitere 3.000 Euro bei einer räumlichen Anbindung des Pflegestützpunktes an eine Fachstelle für pflegende Angehörige. Für neue und bestehende Pflegestützpunkte werden darüber hinaus bis zu 15.000 Euro pro Maßnahme der Vernetzungsarbeit und des Wissenstransfers bereitgestellt. Für die Abwicklung des Förderverfahrens ist das Bayerische Landesamt für Pflege (LfP) im Amberg zuständig. Antragsformulare und weitere Hinweise sind auf der Homepage des LfP unter www.pflegestuetzpunkte.bayern.de zu finden.

Einmal jährlich veranstaltet die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern einen Fachtag „Beratungsangebote in der Pflege“.