Antragsstellung

Träger von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, die mit ehrenamtlich Helfenden arbeiten, können beim Landesamt für Pflege (LfP) eine Förderung beantragen. Die benötigten Formulare finden Sie hier.

Für die Bearbeitung des Antrags auf Förderung stellen wir eine Ausfüllhilfe zur Verfügung:

Für die Anerkennung und Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (AUA) ist seit dem 01. Januar 2020 das Bayerische Landesamt für Pflege (LfP) zuständig.

Anträge für das Förderjahr 2020, die bis 31. Dezember 2019 beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) mit den von dort herausgegebenen Vordrucken gestellt werden, gelten als fristgerecht eingegangen. Die jeweiligen neuen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter werden sich im Bedarfsfall mit Ihnen in Verbindung setzen.

Alle benötigten Formulare finden Sie hier.

Der Antrag auf Förderung muss jedes Jahr bis zum 31. Dezember des dem Förderjahr vorausgehenden Jahres beim Landesamt für Pflege (LfP) eingegangen sein. Die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn gilt mit der Förderantragsstellung allgemein als erteilt.

Angebote sind förderfähig, wenn die Anerkennungsvoraussetzungen erfüllt werden, die darin tätigen ehrenamtlichen Kräfte keine unangemessen hohe Aufwandsentschädigung erhalten und die Anbieter von den Betroffenen keine unangemessen hohen Kostenbeiträge erheben.

Nur Angebote mit ehrenamtlichen Helfenden können gefördert werden. Es müssen Angaben zu allen Angeboten, den Mitarbeitern, ehrenamtlichen Helfenden und den Finanzen gemacht werden.

Wichtige Dokumente sollten immer per Einschreiben verschickt werden. Per E-Mail eingereichte Anträge sind NICHT ausreichend.

 

Besondere Fördervoraussetzungen – Schulungen und Fortbildungen

Eine Förderung von Schulungen und Fortbildungen ist möglich, wenn die Schulung/Fortbildung in Bayern stattfindet.

Die Schulungs- bzw. Fortbildungseinheiten müssen von geeigneten Fachkräften durchgeführt werden.

Es müssen mindestens die in den Empfehlungen nach § 45c Abs. 7 Satz 1 SGB XI festgelegten Inhalte vermittelt werden.

 

Besondere Fördervoraussetzungen – Angehörigengruppen

Angehörigengruppen sind förderfähig, wenn die fachliche und psychosoziale Anleitung durch eine geeignete Fachkraft sichergestellt ist.

Durchschnittlich müssen mindestens fünf Angehörige an der Gruppe teilnehmen.

Es müssen mindestens acht Treffen im Jahr stattfinden. 

Förderpauschalen

Die Förderpauschale für die notwendigen Personal- und Sachkosten beträgt… 

  • für die Koordination, Organisation und fachliche Anleitung einschließlich Aufwandsentschädigungen für eine Betreuungsgruppe jährlich pro Treffen, bei mindestens zehn Treffen für maximal 45 Treffen, bis zu 50,00 €.
  • für die Koordination, Organisation, die kontinuierliche fachliche Begleitung und Vermittlung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den Angeboten ehrenamtlicher Helferkreis, Alltagsbegleiter, Pflegebegleiter und haushaltsnahe Dienstleistungen einschließlich deren Aufwandsentschädigung, sofern alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer eines Trägers zusammen mindestens 250 Einsatzstunden im Jahr erbracht haben, für jede volle Einsatzstunde eines ehrenamtlich Helfenden bis zu 2,00 €.
  • für die Koordination, Organisation und fachliche Anleitung einschließlich Aufwandsentschädigung für die qualitätsgesicherte Tagesbetreuung in Privathaushalten jährlich pro Treffen, bei mindestens zehn Treffen für maximal 45 Treffen, bis zu 35,00 €.
  • für die Schulung - mindestens 40 Schulungseinheiten à 45 Minuten - und Fortbildung - mindestens acht Fortbildungseinheiten à 45 Minuten - von mindestens sechs eingesetzten Helfenden je Schulungs- bzw. Fortbildungseinheit bis zu 25,00 €.
  • für eine Angehörigengruppe jährlich pro Treffen, bei mindestens acht für maximal zwölf Treffen, bis zu 40,00 €.

Die Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag durch den Freistaat Bayern wird - ebenso wie eine etwaige kommunale Förderung - von den Pflegekassen verdoppelt.

Verwendungsnachweis

Träger von Angeboten, die eine Förderung erhalten, müssen einmal jährlich einen Verwendungsnacheis mit Sachbericht beim Landesamt für Pflege (LfP) einreichen.

Im Allgemeinen muss der Verwendungsnachweis bis zum 1. April des dem Förderjahr folgenden Jahres eingegangen sein. Wenn in dem Förderbescheid eine abweichende Frist zur Abgabe des Verwendungsnachweises steht, so ist diese zu beachten.

Zum Verwendungsnachweis gehört ein Sachbericht. Dieser enthält Angaben zum Träger, dem Aufbau und der Organisation der Angebote, Informationen über die Gewinnung, Schulung und Anleitung ehrenamtlich Helfender sowie einer Bewertung der Arbeit und Zukunftsperspektiven.